Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des deutschen Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, veranstaltete Ende September eine internationale Fachtagung zum Thema "Mineralöl in Lebensmittelverpackungen - Entwicklungen und Lösungsansätze", die von rund 400 Fachleuten besucht wurde. Auf der Veranstaltung sind verschiedene Möglichkeiten seitens der Industrie vorgestellt worden, den Übergang von Mineralöl auf Lebensmittel zu senken, insbesondere auch technologische Lösungen wie Barrieren durch Kunststoffbeschichtungen oder Innenbeutel. Es wurden Analysemethoden vorgestellt, mit denen Labore die Belastung von Lebensmitteln mit Mineralöl untersuchen können. Bislang stand nur ein Analyseverfahren zum Nachweis von Mineralölgehalten in Lebensmitteln zur Verfügung, das eine sehr spezielle Analysentechnik erfordert und von den Laboren der Lebensmittelüberwachung nicht angewendet werden konnte. Das Nationale Referenzlabor hat auf der Tagung eine neue Methode vorgestellt, die die technischen Voraussetzungen der amtlichen Lebensmittelüberwachung berücksichtigt. Die Methode ist am BfR in Zusammenarbeit mit dem Kantonalen Labor Zürich entwickelt worden. Sie basiert auf einer gaschromatographischen Analyse der Mineralöle nach manueller säulenchromatographischer Vortrennung. Zur Unterstützung der interessierten Labore beim Aufbau der Analytik wurde ein Methodenentwicklungs-Kit entwickelt.

