| Deutschland: Weniger Aluminium-Verpackungen hergestellt - Für 2010 wird leichter Aufwärtstrend erwar |
| Mittwoch, 10. März 2010 | |
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Die Hersteller von Verpackungen aus Aluminium verzeichneten in Deutschland 2009 Mengenverluste von 9 Prozent. Mit 356600 Tonnen Folien, Tuben, flexiblen Verpackungen sowie Aerosol- und Getränkedosen aus Aluminium wurden rund 37000 Tonnen Aluminiumverpackungen weniger produziert als 2008. Dieser Wert liegt über dem Rückgang von 5 Prozent beim deutschen Bruttoinlandsprodukt. Das wird vom Branchenverband Gesamtverband der Aluminiumindustrie (GDA), Düsseldorf, vor allem mit dem Lagerabbau entlang der Lieferkette erklärt. Der Umsatz der Branche ging 2009 auf 2,1 Mrd. Euro nach 2,4 Mrd. Euro im Vorjahr zurück, was auch auf gesunkene Weltmarktpreise für Aluminium zurückzuführen ist. Stefan Glimm, Geschäftsführer des GDA, erwartet jetzt für 2010 für die Branche ähnlich den allgemeinen Konjunkturprognosen einen leichten Aufwärtstrend. Der Produktionsrückgang im vergangenen Jahr verteilt sich unterschiedlich auf die verschiedenen Endmärkte. So verzeichneten zum Beispiel Verpackungen für höherpreisige Kosmetik, bei denen ein Aufschieben des Kaufs eher möglich ist, deutlichere Rückgänge. Stabil bis leicht positiv entwickelt haben sich hingegen die Märkte für Pharmaverpackungen, Molkereiprodukte und Getränke. Die Kunden der Aluminium-Verpackungshersteller sind laut Dr. Monika Kopra-Schäfer, Vorsitzende des GDA Fachverbandes Tuben, Dosen und Fließpressteile, noch stärker dazu übergegangen, kurzfristiger zu ordern und oftmals nur kleinere Losgrössen nachzufragen. Auffallend sei auch der Trend zu Handels- oder Eigenmarken, bei denen die Ausstattung zwar auch zunehmend von Bedeutung sei, die aber auch den Druck auf noch kostengünstigere Lösungen erhöhen. Die Recyclingrate von Alu-Getränkedosen und von allen anderen Aluminiumverpackungen liegt in Europa bei über 50 Prozent. In Deutschland lag die Recyclingrate für Aluminiumverpackungen 2008 nach den jüngsten Zahlen der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) bei 81,3 Prozent. Zudem liege die Rücklaufquote für Aluminium-Getränkedosen im Pfandsystem bei 96 Prozent. Informationen zum GDA Die Hersteller von Aluminiumverpackungen sind im GDA in den Fachverbänden Aluminiumfolien, Flexible Verbundstoffe sowie Tuben, Dosen und Fließpressteile zusammengeschlossen. Die insgesamt 30 Fachverbands-Mitgliedsfirmen sind meist KMU und haben rund 15000 Beschäftigte. Rund 65 Prozent ihres Absatzes erzielen sie in der Lebensmittelindustrie, etwa 15 Prozent gehen in die Pharma- und Kosmetikindustrie. Zudem verkaufen die Firmen an technische Anwender, vorwiegend aus den Industriebereichen Bau, Automobil, Elektrotechnik, Chemie, und Druck. Die Deutsche Aluminium Verpackung Recycling GmbH (DAVR) wurde 1991 von Aluminium produzierenden und verarbeitenden Unternehmen gegründet. Sie vertritt die Interessen der Aluminiumindustrie im Rahmen der Verwertung von Aluminiumverpackungen in Kooperation mit dem GDA. Link zur Website: www.aluinfo.de |