|
„Grüner“, weil leichter: Diätkur für Champagnerflaschen |
|
|
|
Donnerstag, 25. März 2010 |
In Punkto Recycling sind Glasverpackungen
topp, lassen sie sich doch vollständig und immer wieder verwerten. Das
vergleichsweise hohe Gewicht ist aber ein Tolggen im Öko-Reinheft, das die
CO2-Bilanz bei Produktion und Transport negativ beeinflusst. Das ist sogar dem
mächtigen und stockkonservativen Comité Interprofessionnel du Vin de Champagne (CIVC)
aufgefallen. CIVC hat daher eine neue Standard-Champagnerflasche entwickeln
lassen, die 835 statt 900 Gramm wiegt. Das soll die CO2-Emmissionen pro Jahr um
8000 Tonnen verringern. Erste Champagnerhäuser setzen die neue Flasche schon
ein. Die bisherige CIVC-Norm geht auf das 19. Jahrhundert zurück, als durch
den hohen Innendruck explodierende Champagnerflaschen noch an der Tagesordnung
waren. Doch mittlerweile hat die Glasherstellung deutliche Fortschritte gemacht
und das Problem besteht nicht mehr. Die französische Champagner-Industrie hat
sich dazu verpflichtet, ihren CO2-Fussabdruck, basierend auf den Zahlen von
2002, bis 2020 um 25 Prozent zu verringern. Link zur Schweizer CIVC-Website: http://www.champagne-civc.ch/
|